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Mama (to be)-Monday: Kräfte sammeln im Mutterschutz

Schwangerschaft Kräfte sammeln im Mutterschutz

Seit 25. Oktober bin ich nun offiziell im Mutterschutz. Die Zeit sechs Wochen vor dem berechneten Geburtstermin soll dazu dienen, dass sich die werdende Mama erholt. Kraft sammelt für die bevorstehende Geburt und die erste anstrengende Zeit mit dem Baby. Schließlich wird das Leben komplett auf den Kopf gestellt. Das letzte Trimester ist das anstrengendste, der Bauch wird immer größer, die Nächte unbequemer und schlafloser, die Füße dicker.... Während ich das zweite Trimester ziemlich angenehm fand und sich die körperlichen Beschwerden in Grenzen hielten, ist jetzt schon der Weg zur Straßenbahnhaltestelle oder zum Drogeriemarkt meines Vertrauens ein kleiner Kraftakt. Der Bauch drückt auf die Blase und der Watschelgang ist nicht mehr zu übersehen.

Ich hatte lange überlegt, ob ich meinen Resturlaub direkt vor dem Mutterschutz nehmen soll oder lieber im zweiten Trimester, wo ich körperlich noch fit bin und vielleicht noch einmal in Urlaub fahren könnte. Für beides bekam ich Empfehlungen, jede Variante schien ihre Vor- und Nachteile zu haben. Und was soll ich sagen: im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich bereits 2,5 Wochen vor dem Mutterschutz in Urlaub gehen konnte! Ich hätte nicht gedacht, wie schnell alles so anstrengend werden kann. Die Verabschiedung von den Kollegen und die letzten Übergabetermine meisterte ich noch gut und nach etwa einer Urlaubswoche schaltete mein Körper und Geist auch schon auf Entspannungsmodus um. Inzwischen schlafe ich morgens immer länger, gönne mir Pausen und lege meine Beine so oft wie möglich hoch. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen wie ich in den letzten Wochen noch einen ganzen Bürotag in diesem Zustand hätte durchhalten können.

Schwangerschaft Kräfte sammeln im Mutterschutz

Buchtipp*: "Oje, ich wachse!"

Bei mir hat sich die meiste Vorbereitung für das Baby auf die letzten Wochen konzentriert. Natürlich kauft man hier und da schon vorher etwas. Aber nachdem beim CTG vorzeitige Wehen festgestellt wurden und ich langsam realisierte, dass die verbleibende Zeit schneller vorbei sein könnte als gedacht, begann der Nestbautrieb.

Die wichtigsten Utensilien wurden geshoppt, der Kindersitz für das Auto ist da (und damit die Heimfahrt vom Krankenhaus schon einmal gesichert), der Wickeltisch besorgt... Nur das Kinderzimmer ist noch nicht fertig, aber das sehe ich gelassen. Das erste Jahr wird sie sowieso noch bei uns im Schlafzimmer schlafen. Wenn es nicht fertig werden sollte, ist das also nicht so tragisch.

Ich bin tatsächlich gelassener geworden. Der Druck ist von mir abgefallen, die Arbeit scheint schon lange zurück zu liegen und die Gedanken kreisen sich verstärkt um den neuen Erdenbürger, der in meinem Bauch heranwächst und mich nachts mit seinem Schluckauf oder festen Tritten wachhält. Diese Gelassenheit habe ich meinem Resturlaub und der Zeit im Mutterschutz zu verdanken. Mein Körper, der nun automatisch einen Gang zurückgeschaltet hat, zwingt mich jetzt sowieso alles langsamer angehen zu lassen.


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