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{Interblog #3} How to handle blog pressure? Die Interblog Kolumne mit Diana & Godfrina

Wie groß ist der "Druck" beim Bloggen?

Heute gibt es die dritte Ausgabe der Interblog Kolumne von Godfrina von Kalter Kaffee und mir. Godfrina und ich widmen uns in regelmäßigen Abständen interessanten Fragen aus der Bloggerwelt und stellen uns diese Fragen entweder gegenseitig oder anderen Blogger. So könnt ihr meine Antworten heute auf Godfrinas Blog lesen, ihre Antworten gibt es hier. Das Thema der heutigen Interblog Kolumne beschäftigt sich mit dem Druck, ob selbstauferlegt oder von außen, mit dem wahrscheinlich viele Blogger früher oder später einmal zu kämpfen haben. Im Folgenden könnt ihr lesen, was Godfrina zu dem Thema zu sagen hat. Viel Spaß!

Interblog Kolumne - 3 Fragen zum Thema Druck beim Bloggen an Kalter Kaffee

1) Bloggen ist für die meisten von uns ein Hobby. Fühlst du dich dennoch "unter Druck" gesetzt? Zu liefern? Dich zu verbessern? Ständig in Konkurrenz zu stehen bzw. dich zu vergleichen?


Jein. Eine schöne Antwort, nicht wahr?
Als mein Blog gestartet ist, habe ich kaum darauf geachtet, was die “Konkurrenz” so treibt. Es kam mir einfach nicht in den Sinn. Über die Jahre, man knüpft auch Bekanntschaften, hat sich das natürlich geändert, man liest mehr Blogs, nimmt andere mehr wahr, und ja, es kam durchaus auch bei mir zum “Druck” – “hast du heute überhaupt ein Thema für den Blog?”. Dazu muss ich sagen, dass ich im ersten Jahr täglich, wenn nicht sogar zweimal täglich kurze Posts gebloggt habe.  
Es wurde mir zu blöd.


Dieses Hinterherhecheln. Von LEs, die hat schon gebloggt, oh, ein Make Up müsste ich fotografieren, grade ist das Licht gut…Nein, es war einfach nichts für mich. Der Blog war mein Ausgleich neben dem Studium, und hat mir doch oft mehr Gedanken bereitet.

Eigentlich blieb bald nur die Wahl: Dramatische Pause, Aufhören oder…rational sein.

Inzwischen sehe ich Druck eigentlich positiv. Es ist eher ein Bestreben mich zu verbessern als Druck, da ich meinen Blog wahrscheinlich selbst einfach am meisten mag und ich ihn gut gebaut sehen will :)


2) Was sind deiner Ansicht nach die Ursachen dafür?

Schwierig. Ich denke, die Ursachen für Vieles liegt einfach in der Natur des Menschen – kaum jemand ist befreit von Konkurrenzdenken, Ehrgeiz oder gar Neid. Je länger man “im Business” ist, desto mehr schweift das Auge auf anderer Blogger Tun, deren Erfolge, deren “Strategien”. Grundsätzlich muss man sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Blogger dieselben Ziele verfolgt. Einstellungssache und Motivationssache. Was man selbst von sich erwartet, ist vielleicht ganz und gar nicht, was andere im Blog sehen!

Das “Problem” am “Hobby: Bloggen” ist, dass man damit ein öffentliches Hobby betreibt. Wenn jemand bestimmte antike Bücher/Tassen/Weltkarten sammelt, weiß außer ihm selbst keiner, ob er jedes Wochenende die Märkte abklappert. Oder eben nicht. Bloggen ist interaktiv, bezieht andere Menschen mit ein und schon ist das Vergleichsmoment da, der Druck, sich zu verbessern.

Abstellen kann man dieses Konkurrenzdenken wohl nicht. Man kann nur erwachsener werden und sich auf sich persönlich, seine eigenen Bestrebungen besinnen. Zu viel Orientierung an anderen und man verliert seinen Weg. 


3) Wie gehst du damit um und was hilft dir dabei abzuschalten?

“Abschalten” ist bei Blogstart kein Thema. Man ist frisch und neu bei der Sache, die Begeisterung schwappt über alles, was einem normalerweise als “anstrengend” oder zu viel des Guten erscheinen würde.

Ich will damit nicht sagen, dass man als alter Hase keine Begeisterung mehr hat – wo kämen wir dahin? Keine Begeisterung für die Sache merkt man einem Blog sofort an (Stichwort “hingerotzt” etc pp) und ich weiß nicht, warum man sich dann wirklich noch an einem schönen Samstagnachmittag vor den Laptop setzt – für Lobeshymnen in den Kommentaren? Für Herzchen, Likes und Daumen? Ist mir das einige Stunden Editing wert?

Ja, es ist Teil davon, ehrlicherweise. Wäre ich aber nicht begeistert, mitteilungsfreudig über ein besonders gutes Produkt, einen besonders schlechten Test, würde ich persönlich das alles nicht mehr machen.

Abschalten sollte man abertrotzdem können. Im wahrsten Sinne. Beispiel gestern Abend:

“Eigentlich sollte ich den Interblog Beitrag schnell fertig vorbereiten, Diana glaubt sicher, ich bin mal wieder extra faul…Die Bilder der Barry M Nagellacke warten auch. Mh, ich wollte eigentlich noch schnell ein paar Stichworte für den Artdeco Lippenstift Beitrag tippen…”
Schnell ist ein Wort, das immer wieder auftaucht. Und seien wir ehrlich: Obwohl die Technologie sich wahnsinnig entwickelt hat, am Bloggen selbst ist eigentlich gar nichts “schnell”. Lasst euch also nicht in diesen Gedanken-Treibsand ziehen, man könnte ja noch schnell…nein. Sich selbst Zeit zu lassen und die Zeit auch zunehmen, empfinde ich fast als wichtigste Regel beim Bloggen, Inhaltsbloggen that is. Wer Newsticker-artig bloggt, dem würde das sicher einen Knüppelzwischen die Beine werfen.

Auch wenn viele Leser oft nur scrollen, gibt es mir Seelenfrieden zu wissen, dass ich einen Beitrag gut geschrieben habe, ohne offensichtliche Typos, mit Verlinkungen, wo sie angebracht sind. Das geht nicht “schnell”.
Und da gestern Abend die Couch, ein bisschen TV und Unterhaltung interessanter waren, habe ich den Laptop nach meinem Post zugeklappt. Kein Instagram Bild gepostet, keinen Tweet mehr abgesetzt. Und dabei keineswegs schuldig gefühlt (ok, ein bisschen gegenüber Diana :D)


 Was mir hilft?

Ideen aufschreiben. Sei’s in Evernote, oder meinem normalen Kalender. Ich notiere auch gerne geplante Beiträge, es gibt mir einfach einen guten Überblick darüber, was ich noch vorhabe (und erst dieses befriedigende Gefühl, wenn man einen Post abhaken kann!). Auch wenn ich es manchmal gar nicht einhalte.

Außerdem: Den Blick aufs Wesentliche nicht verlieren. Das Wesentliche ist das Leben hinter dem Blog! Leben mit dem Blog, nicht für den Blog :)



Ich finde Godfrinas Antworten mal wieder sehr interessant! Und schön zu lesen, dass andere auch gerne Punkte auf Listen durchstreichen ;-) Wenn ihr lesen wollt, wie ich auf die Fragen geantwortet habe, dann schaut mal bei Kalter Kaffee vorbei. Wenn ihr das Thema in einem eigenen Blogbeitrag aufgreifen möchtet, hinterlasst uns gerne den Link zu eurem Beitrag in den Kommentaren! Die nächste Interblog Kolumne gibt es übrigens Ende Oktober.


Die bisherigen Interblog Kolumnen auf I need sunshine:

Die bisherigen Interblog Kolumnen auf Kalter Kaffee:

Fühlt ihr euch beim Bloggen auch manchmal unter Druck gesetzt oder ist euch dieses Gefühl völlig fremd? Was setzt euch unter Druck und was unternehmt ihr dagegen?


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