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Photoshop Makeover Parade

Die liebe Roxy von Pink Satin & Lace hat zur Photoshop Makeover Parade und somit zu einem etwas ironischen Umgang mit der digitalen Bildbearbeitung aufgerufen. Hintergrund war, dass in letzter Zeit auf Blogs, Facebook & Co gehäuft Fotos aufgetaucht sind, die sehr stark bearbeitet waren. Da ich leider kein Photoshop besitze, konnte ich mich nur begrenzt austoben und habe auf Picasa zurückgegriffen, da ich dieses sowieso zum Bilder hochladen verwende. Mein Ziel: Makellose Haut per Mausklick!


Ich gebe zu: auch ich träume von langen Klimperwimpern und makelloser, reiner Haut. Doch leider sieht die Realität nunmal anders aus. Ich schlage mich auch mit 30 Jahren noch mit unreiner, fleckiger Haut herum, während sich gleichzeitig schon die ersten Fältchen blicken lassen. Wie gerne würde ich auch im realen Leben so aussehen wie auf den bearbeiteten Fotos. Doch was habe ich davon, wenn ich per Mausklick Tatsachen vortäusche, die so nicht gegeben sind?

Ich kann verstehen, wenn jemand nur schöne und vorteilhafte Bilder von sich ins Internet stellen möchte. Man wählt die vorteilhafteste Pose, macht 100 Fotos bis eines dabei ist, mit dem man zufrieden ist. Eitelkeit ist nur allzu menschlich und auch ich spreche mich nicht davon frei. Ich klicke selbst gerne in Picasa auf "Retuschieren", um schnell mal ein schlecht gezupftes Augenbrauenhärchen oder einen fiesen Pickel wegzuzaubern.


Aber niemand hat etwas davon, wenn man zu tief in die Trickkiste greift. Ich selber weiß, dass dies nur Wunschdenken ist und dass ich so in der Realität nicht aussehe, auch wenn ich mir eine solch makellose Haut wünschen würde. Und meine Leser haben von stark bearbeiteten Fotos ebenfalls nichts, da ich Tatsachen vortäusche, die so nicht stimmen. Die Mascara zaubert halt doch keine langen Wimperklimpern und die neue Foundation kann nicht alle Poren und Pickel unsichtbar machen.

Ist es nicht ein wesentlicher Vorteil von Beautyblogs, dass diese von "normalen" Frauen geschrieben werden, die eben nicht makellos sind und nicht aussehen wie Supermodels? Ich möchte erfahren, wie die Produkte an Frauen aussehen und funktionieren, die so unperfekt und "normal" sind wie ich. Auf Hochglanz polierte Fotos kann ich mir in Werbeanzeigen und Frauenzeitschriften anschauen. Wenn ich wirklich wissen möchte, ob ein Kosmetikprodukt seine Werbeversprechen einhalten kann, dann hole ich mir die notwendigen Informationen lieber bei Freundinnen, Bekannten oder Beautybloggerinnen ein. Bei Frauen also, die auch ganz "normal" sind und deren Aussagen ich vertraue. Wir sollten dies als wesentliche Stärke der Beautyblogs erkennen und nicht den auf Hochglanz polierten Fotos in Zeitschriften nacheifern.


Was denkt ihr über stark bearbeitete Fotos auf Beautyblogs? Was ist für euch noch okay und wo hört der Spaß auf? Ist ein retuschierter Pickel schon zu viel oder völlig in Ordnung?



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